Vorbereitung zur Spende

Vorbereitung zur Spende

Mitte November 2007…das erste (Aufklärungs-) Gespräch mit den Verantwortlichen was und wie gemacht wird, Risiken und Nebenwirkungen. Folgende Informationen nehme ich mit nach Hause:

- Bis zu 14 Tage vor der Transplantation kann man sein Einverständnis zurückziehen

- In meinen Fall ist eine Stammzellspende gewünscht und keine Knochenmarkspende, insbesondere wird hier aber der Wunsch des Spenders berücksichtigt. Ich entscheide mich ebenfalls für die Stammzellen…denn für das Knochenmark muss man in ein Krankenhaus für 2 Tage und Vollnarkose

- Die Spende wird ca. 4-5 Std. dauern. Sollten nicht genug Stammzellen rausgefiltert sein muss ich am nächsten Tag noch mal hin. Ist bereits am ersten Tag schon ab zu sehen das nicht genug Stammzellen rausgefiltert werden können muss ich sofort abends in die Klinik und es wird doch Knochenmark entnommen.

- In den nächsten Tagen erfolgt eine Untersuchung…wie ein Gesundheitscheck, nochmalige Blutabnahme, EKG, Ultraschall der Nieren, Milz und Leber, Blutdruck.

- 3 Tage vor der Entnahme der Stammzellen muss 2x täglich ein Medikament gespritzt werden das die Stammzellen aus den Knochen schwemmt. Hier muss leider extra ein Pflegedienst zu mir nach Hause kommen da ich mir selber keine (und meine Frau mir auch nicht) Spritzen unter die Haut geben kann. Hier können nun Nebenwirkungen auftreten wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen. Ab diesem Zeitpunkt kann ich meine Bereitschaft zur Spende nicht zurückziehen sonst würde der Patient sterben.

- Es wird eine Unfall- und Lebensversicherung für den Spender abgeschlossen

- Ich erkläre mein Einverständnis

Einige Tage später erfolgt der Gesundheitscheck. Am darauf folgenden Tag meldet sich die Spenderzentrale…auf Grund des EKG muss ich wiederum am nächsten Tag kurzfristig zu einem Kardiologen …eventuell stimmt was mit dem Herz nicht. Sorgen bräuchte ich mich nicht…reine Routine und ist ebenfalls eine Ultraschalluntersuchung.

Mit Herzklopfen stelle ich mich dem Kardiologen vor der beim Ultraschall nichts auffälliges feststellt aber ich muss noch mal auf’s Fahrrad. Ergebnis der Untersuchung das mein Herz am rechten Fleck sitzt ;-) und wie meine Familie sicher bestätigt ..ich ein großes Herz habe ;-) .

Außerdem erfahre ich im Gespräch mit dem Herzfachmann das in seinem Bekanntenkreis ebenfalls ein Mensch dank einer Stammzellspende gerettet werden konnte. Guter Dinge informiere ich vorab die Spenderzentrale das FAX vom Kardiologen folgt. Kurz vor Weihnachten ist die Vorbereitung fast erledigt.

Am Sylvestermorgen bekomme ich morgens um 6 Uhr die ersten 3 Spritzen die meine Stammzellen ausschwemmen sollen…um 18 Uhr bekomme ich wieder 3 Spritzen.

Neujahrmorgen 6 Uhr, pünktlich ist die Schwester vom Pflegedienst und verabreicht wieder die 3 Spritzen. Ich gehe zur Arbeit..vergesse aber die Schmerzmittel da ich bis jetzt keine Nebenwirkungen gespürt hatte. Als Schmerzmittel darf ich nur eine Sorte Tabletten nehmen um den Vorgang des ausschwemmen nicht zu gefährden. Im Laufe der Arbeitszeit bekomme ich heftige Rückenschmerzen ( habe ich eigentlich immer..aber nu war es doch schon heftig) gegen 12 Uhr sagt der Chef ich solle nach Hause gehen und ausruhen. Die abendliche Dosis von wieder 3 Spritzen kann ich nur liegend entgegen nehmen.

Am 3. Tag der letztendlichen Vorbereitung geht’s mir besser..die Nebenwirkungen haben etwa nach gelassen…um 18 Uhr die vorletzten 3 Spritzen dann beginnt schon fast die Spende selbst.