Turniere

Kommen, spielen, Freude haben…oder schneller, höher, weiter?

Jau…Turniere oder auch Wettbewerb genannt.

Für mich ein Graus was Menschen meinen was solche Veranstaltungen sind. Für mich ist es schon im Vorfeld eine Freude, die Fahrt zum Turnierort, das Treffen von Leuten die man sonst nicht so oft sieht vor allem über die Wintermonate, neue Bekanntschaften aus anderen Bundesländern, Gemütlich abends beisammen sitzen und der Geselligkeit frönen, Tipps und Tricks austauschen und einfach was zusammen zu klönen und sich über die Welt der Hunde zu unterhalten.

Leider werden bei solchen Wettbewerben viel zu oft Leistungen auf Titel oder gute Platzierungen reduziert was mich sehr traurig stimmt. Sicherlich das ist mein persönliches empfinden und jeder mag das anders bewerten aber ich denke das alleine das Wort Wettbewerb bei Menschen schon was im Kopf bewirkt was gerade bei diesem Spiel einfach nicht hingehört.

Ich glaube das es meinen (und anderen) Hunden echt so was von egal ist ob sie erster oder letzter sind, irgendein Meister werden oder nicht. Sie wollen einfach nur spielen und da unterscheide ich mich von den beiden auch nicht. Wenn ich sie frage wollt ihr Meister oder erster werden dann schauen sie mich fragend an und wissen nicht was los ist. Sage ich aber wollen wir Frisbee spielen dann wackelt die Rute und der ganze Körper gerät in Spannung.

Ich denke das die beiden nicht die einzigsten sind mit dieser Einstellung und ich als Mensch hoffentlich auch nicht. Außerdem ist es bei diesem Spiel auch sehr schwer erfolgreich zu sein, finde ich, da dieses Spiel von Richtern bewertet wird die eventuell ganz andere Kriterien an das Spiel stellen als man selbst.

Gerade durch die Kreativität jedes einzelnen gerade im Freestyle ist die Bewertung abhängig von der Kreativität der einzelnen Richter. Und so kann es passieren das man für sich so toll mit seinen Hunden gespielt hat (alles hat geklappt) die Richter es aber eher mittelmäßig oder weniger gut fanden.

Dadurch wird das selbst empfundene gute Spiel doch nicht schlechter, oder?

Solange wir unser Spiel gut finden, ist es gut, das mögen Richter anders sehen und ist auch legitim. Vielleicht ist es genau umgekehrt das wir unser Spiel schlecht fanden und die Richter fanden es gut auch das ist legitim.

Alles das ist möglich bei Turnierteilnahmen in der Kategorie Freestyle, nur denke ich sollte man seine Freude und Erfolge an diesem Spiel nicht an Titeln und Plätze festmachen oder an anderen kreativen Vorstellungen von Richtern.

Wenn was nicht gut läuft, sei es durch Aufregung oder weil man selbst oder der Hund gerade nen schlechten Tag hatten, unterm Strich gibt es immer was positives man muss nur auf dem Rasen (Boden) bleiben und das Spiel als Spiel sehen. Ich muss immer ein wenig lächeln wenn bei einer so genannten Europameisterschaft keine andere Nation teilgenommen hat aber Menschen diesem Titel soviel beimessen als wären sie nun die besten Werfer in ganz Europa. Sicherlich sind sie das dann auch durch die Turnierteilnahme aber mal ganz, ganz ehrlich…..?

Oder es wird erwähnt von was weiß ich, 140 Startern der Erfolgreichste gewesen zu sein in der eigenen Starterklasse sich aber nur eventuell 20 Teams stellen musste … na ja wer es für sich nötig hat … aber eigentlich kommt es bei diesem Spiel gar nicht auf solche Dinge an.

Man könnte sagen oder meinen, eigentlich alles ne Wettbewerbsverzerrung, oder????

Und das hat dieses Spiel/Sport beileibe nicht nötig. Für uns bleibt ein Turnier oder Wettbewerb eine Spiel-/Trainingseinheit unter sehr erschwerten Bedingungen und was am Ende rauskommt ….auf jeden Fall ein Erfolg.

Glaubt es mir auch einen Wettbewerb kann man locker spielen und mit Freude nach Hause fahren…ist alles ne Sache der Einstellung.

Einen netten Bericht über das Discdog-Turnier in Hameln 2006 könnt ihr hier lesen und wie ich finde der beste Bericht über dieses Spiel den ich je gelesen habe ( wieso nur in einer Tageszeitung es gibt doch auch Fachzeitschriften). Bei den Disc-Hunters unter Presse, den letzten Link, eine *.pdf-Datei.